Neue Wege im Berufsleben. Brigitte Scheidt, Diplompsychologin und Psychologische Psychotherapeutin

Portrait Brigitte Scheidt, Diplompsychologin/Psychologische Psychotherapeutin

Mehr zu meinem Ansatz

für Einzelpersonen | für Unternehmen und Verwaltungen

"Persönliche Veränderung wird nicht gemacht. Es geschieht"
Dr. Wolfgang Looss, (Coach und Autor von: „Unter vier Augen")

Sie können jedoch Einfluß nehmen.

Für Einzelpersonen

Bei beruflicher Neu- bzw. Umorientierung liegt mein Augenmerk auf den psychischen Entwicklungsprozessen, die ein Individuum durchlaufen muss, um eine neue Aufgabe, eine neue Lebenssituation  wirklich bewältigen zu können und zu wollen.

Was geschieht bei einer beruflichen Neuorientierung?

Die berufliche Tätigkeit ist für viele von uns Teil der eigenen Identität.
Eine grundlegende berufliche Neu- bzw. Umorientierung ist in der Anforderung etwa solch bekannten Ereignissen wie Heirat, Kind bekommen, Trennung, Pensionierung, Umzug in eine fremde Stadt, Tod eines Angehörigen, zweite Heirat, Arbeitsplatzwechsel usw. vergleichbar (der Fachbegriff lautet Kritische Lebensereignisse).
Damit verbunden sind häufig starke Gefühle, die von Verunsicherung, Abwehr, Aufregung, Depression, bis hin zu Freude, Euphorie und Hoffnung reichen.
Gemeinsam ist diesen Ereignissen: Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Häufig „funktioniert" das  vorhandene Verhaltensrepertoire nicht mehr, neues ist noch nicht entwickelt, die Situation ist zunächst labil. Menschen können an diesen durchaus normalen Herausforderungen wachsen oder auch scheitern.

Grundlegende Veränderungen hinsichtlich einer Aufgabe, hinsichtlich des Status oder des Ortes bedürfen diverser Anpassungsprozesse.
Erst recht trifft dies auf eine berufliche Neuorientierung zu. Diese erfordert immer auch einen persönlichen Entwicklungsprozess.

Die Fähigkeit, die Schnelligkeit und Bereitschaft, diese Anpassungsprozesse vollziehen zu können, sind abhängig von der persönlichen Lerngeschichte und Berufsbiographie, den materiellen und individuellen Ressourcen, der persönlichen Einschätzung machbar/nicht machbar (sprachlich: ausgedrückt "Ich kann es mir (nicht) vorstellen, dass ich...".) und in wieweit eine Veränderung als fremd bestimmt oder als Chance begriffen wird. Um dies unterscheiden, analysieren und auch bei Blockaden gut begleiten zu können, bedarf es in der Regel eines speziellen psychotherapeutischen Know-hows. Aufbauend auf meiner psychologischen und psychotherapeutischen Erfahrung habe ich für diese spezielle Arbeit ein Phasenmodell zur Selbstveränderung bei beruflicher Neu- und Umorientierung entwickelt.

In jeder Phase sind bestimmte Aufgaben zu leisten. Sowohl die Handlungsebene: "was ist jetzt zu tun?" wie die Selbstkonzeptebene "was ist mein eigenes, mit welchem persönlichen Thema muss ich mich jetzt auseinandersetzen?", werden dabei berücksichtigt.

Es gilt z.B. sich von manch Vertrautem zu trennen, Überzeugungen zu überprüfen, neue Ecken der Welt zu entdecken, das Eigene dabei zu finden und natürlich dann eine zu Ihnen passende Tätigkeit zu entwickeln, zu (er-) finden, mit der Sie auf dem Markt bestehen können.

Wir sagen: Ich bin Banker, Juristin, Kauffrau, Arzt, Sozialarbeiter, Offizier. Wir drücken damit aus, dass der Beruf zu uns gehört.

Bei einer beruflichen Neuorientierung trennen wir uns von unserer alten Berufsidentität um über verschiedene Schritte eine neue Tätigkeit zu (er-)finden, mit der wir uns wiederum identifizieren können: "Ich bin das, was ich tue".


für Einzelpersonen | für Unternehmen und Verwaltungen

Für Unternehmen und Verwaltungen:

Womit haben Sie es zu tun?

Kündigungen, Versetzungen und Umsetzungen bedeuten für die betreffenden Mitarbeiter einen Eingriff in ihr Leben. Je fremd bestimmter eine Veränderung oder eine andere Tätigkeit erfahren wird, umso weniger sie mit der Person und seiner Persönlichkeit übereinstimmt, je mehr wird sich jemand offen oder latent dagegen wehren. Auch das ist psychologisch gesehen normal Die beruflichen Einschnitte sind in ihrer Wirkung durchaus in Teilen mit Scheidungen und Todesfällen zu vergleichen, mit den entsprechenden Folgen. Auf diesem Hintergrund werden manche Reaktionen eher verständlich. Art und Weise der zu leistenden Bewältigungsprozesse, sind abhängig von der jeweiligen Person, ihren gelernten Regeln, Mustern, Loyalitäten und den zur Verfügung stehenden Handlungsstrategien.

Ein anderer Ansatz

Berufliche Neu- oder Umorientierung erfordert– zusätzlich zum Lernen von neuem fachlichen Know-how – auch immer einen psychischen Entwicklungsprozess. Menschen müssen sich von Vertrautem, Geschätzten bewusst trennen und häufig Kränkungen überwinden bevor sie sich auf eine berufliche Veränderung einlassen können. Dieser kann weder per Beschluss noch allein durch Einsicht erfolgen.

Wie kann Veränderungsbereitschaft gefördert werden?

Menschen benötigen bei schwerwiegenden privaten oder beruflichen Veränderungsprozessen Zeit und bei Bedarf auch professionelle Begleitung, damit sie wieder produktiv sein können.

Es gilt die eigene aktive beruflicher Veränderungsbereitschaft zu wecken. Damit Verfestigungen und Stagnation aufgelöst werden können, muss die intrinsische (innere, eigene) Motivation angesprochen werden

Dies ist möglich, indem potentielle berufliche Veränderungen an die Lebenswelten der Betreffenden angekoppelt werden. Es geht darum, eine Kompatibilität mit der jeweiligen persönlichen Situation herzustellen.

Blockaden beachten

Voraussetzung ist die Berücksichtigung der emotionalen Befindlichkeit der Mitarbeiter. Sie ist meist ursächlich für die Fähigkeit und Bereitschaft, sich beruflichen Veränderungen zu stellen.

Viele Menschen halten lange an eingefahrenen Situationen fest, weil:

Diese beispielhafte Aufzählung weist auf gängige psychische Muster als innere Antworten auf Veränderungsanforderungen hin. (Sie sind manchmal weder dem Betreffenden bewusst, noch auf den ersten Blick von anderen wahrzunehmen.)

Psychologisch gesehen, können Menschen sich gegenüber Grund legenden Veränderungen nur dann wirklich öffnen, wenn ihrer subjektiven Realität und den eigenen Bewertungen Raum gegeben wird. Erst dann sind diese verhandelbar und können mit anderen Einschätzungen gegenüber gestellt werden. Erst wenn diese Bedingung erfüllt ist, können neue Optionen erkannt und entwickelt werden.

Zentral für den angestrebten Veränderungsprozess ist die (Wieder-) Gewinnung von Wahlfreiheit des Einzelnen. Das Gewinnen von Wahlfreiheit bedeutet, dass die Mitarbeiter zu Handelnden werden und so Verantwortung für ihren weiteren Berufsweg übernehmen.

Phasenmodell

Grundlage für meine Arbeit ist u. a. ein am Beispiel der beruflichen Neuorientierung entwickeltes Phasenmodell. Dieses bezieht sowohl die Handlungsebene - was muss ich tun - wie die Selbstkonzeptebene - womit muss ich mich persönlich auseinandersetzen - ein. In jeder Phase sind bestimmte Aufgabenstellungen zu bewältigen.

Interessiert?

Sie haben Fragen?

Ich freue mich, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen.

 


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