Wenn Du schnell sein willst, gehe langsam

(chinesisches Sprichwort)

Mehr zu meinem Ansatz

Bei beruflicher Neu- bzw. Umorientierung liegt mein Augenmerk auf den psychischen Entwicklungsprozessen, die ein Individuum durchlaufen muss, um eine neue Aufgabe, eine neue Lebenssituation  wirklich bewältigen zu können und zu wollen.

Was geschieht bei einer beruflichen Neuorientierung?

Die berufliche Tätigkeit ist für viele von uns Teil der eigenen Identität.
Eine grundlegende berufliche Neu- bzw. Umorientierung ist in der Anforderung etwa solch bekannten Ereignissen wie Heirat, Kind bekommen, Trennung, Pensionierung, Umzug in eine fremde Stadt, Tod eines Angehörigen, zweite Heirat, Arbeitsplatzwechsel usw. vergleichbar (der Fachbegriff lautet Kritische Lebensereignisse).
Damit verbunden sind häufig starke Gefühle, die von Verunsicherung, Abwehr, Aufregung, Depression, bis hin zu Freude, Euphorie und Hoffnung reichen.
Gemeinsam ist diesen Ereignissen: Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Häufig „funktioniert“ das  vorhandene Verhaltensrepertoire nicht mehr, neues ist noch nicht entwickelt, die Situation ist zunächst labil. Menschen können an diesen durchaus normalen Herausforderungen wachsen oder auch scheitern.

Manche Menschen halten lange an eingefahrenen Situationen fest, weil:

  • das Bekannte vertraut und Veränderungen nahezu auch immer verunsichernd sind, bzw. Angst machen,
  • sie gekränkt sind, und mit Beharrungsvermögen darauf antworten, („denen zeige ich es“),
  • es subjektiv für sie feste/Vorstellungen gibt, wie etwas zu sein hat, was möglich ist. Anderes wird nicht gesehen bzw. erscheint für sie als nicht realisierbar,
  • Realitäten verkannt werden („es kann nicht sein, was nicht sein darf“)
  • usw.

Grundlegende Veränderungen hinsichtlich einer Aufgabe, hinsichtlich des Status oder des Ortes bedürfen diverser Anpassungsprozesse.
Erst recht trifft dies auf eine berufliche Neuorientierung zu. Diese erfordert immer auch einen persönlichen Entwicklungsprozess.

Ein solcher Entwicklungsprozess kann zwar gefördert werden aber nicht durch eigenen Beschluss oder rationale Erkenntnis herbeigeführt werden.

Die Fähigkeit, die Schnelligkeit und Bereitschaft, diese Anpassungsprozesse vollziehen zu können, sind abhängig von der persönlichen Lerngeschichte und Berufsbiographie, den materiellen und individuellen Ressourcen, der persönlichen Einschätzung machbar/nicht machbar (sprachlich: ausgedrückt „Ich kann es mir (nicht) vorstellen, dass ich…“.) und in wieweit eine Veränderung als fremd bestimmt oder als Chance begriffen wird. Um dies unterscheiden, analysieren und auch bei Blockaden gut begleiten zu können, bedarf es in der Regel eines speziellen psychotherapeutischen Know-hows. Aufbauend auf meiner psychologischen und psychotherapeutischen Erfahrung habe ich für diese spezielle Arbeit ein Phasenmodell zur Selbstveränderung bei beruflicher Neu- und Umorientierung entwickelt.

In jeder Phase sind bestimmte Aufgaben zu leisten. Sowohl die Handlungsebene: „was ist jetzt zu tun?“ wie die Selbstkonzeptebene „was ist mein eigenes, mit welchem persönlichen Thema muss ich mich jetzt auseinandersetzen?“, werden dabei berücksichtigt.

Es gilt z.B. sich von manch Vertrautem zu trennen, Überzeugungen zu überprüfen, neue Ecken der Welt zu entdecken, das Eigene dabei zu finden und natürlich dann eine zu Ihnen passende Tätigkeit zu entwickeln, zu (er-) finden, mit der Sie auf dem Markt bestehen können.
Wir sagen: Ich bin Banker, Juristin, Kauffrau, Arzt, Sozialarbeiter, Offizier. Wir drücken damit aus, dass der Beruf zu uns gehört.

Bei einer beruflichen Neuorientierung trennen wir uns von unserer alten Berufsidentität um über verschiedene Schritte eine neue Tätigkeit zu (er-)finden, mit der wir uns wiederum identifizieren können: „Ich bin das, was ich tue“.

Die psychologischen Mechanismen gelten bei allen grundsätzlichen (beruflichen) Veränderungen, die auch die Person betreffen.

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