Berufliche Zufriedenheit: Zurück zum Arbeitsglück

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ressort: Beruf und Chance, Ausgabe vom 02.01.2010, Nr. 1, S. C1, von Ursula Kals

Hier finden Sie Ideen und Anregungen, was Sie tun können, um auf Ihre Arbeitssituation, auf Ihr Arbeitsumfeld Einfluss zu nehmen. Man kann oft mehr tun als man glaubt, allerdings gibt es natürlich auch immer strukturelle Grenzen.

“Die Lust auf rund 220 neue Tage Büro hält sich in Grenzen. Der Kopf brummt, der Blick auf den beachtlichen Stapel “Unerledigtes” setzt nicht eben Glücksgefühle frei. Öde oder wahlweise zu viel Arbeit, ein fordernder Chef, klatschsüchtige Kollegen – Gründe, sich ungern an den Schreibtisch zu begeben, lassen sich viele finden. Die jährliche Gallup-Studie liefert die Zahlen: Rund zwei Drittel aller Beschäftigten sind unzufrieden mit ihrem Arbeitsplatz. (…) Natürlich lassen sich viele Probleme nicht einfach weglächeln. Um die Gründe der Unzufriedenheit aufzuspüren, sollte man die Situation analysieren. Was macht mich konkret unglücklich? Ist es die Aufgabe, der Chef, bin ich unter- oder überfordert, stören mich die Räume? “Stellen Sie sich vor, die Fee kommt und sagt: Alles wird gut, was werden Sie als Erstes ändern?”, rät die Berliner Psychologin Brigitte Scheidt.
Manchmal genüge es, sich ein Stück mehr Raum zu nehmen, den Schreibtisch anders zu stellen und das Büro mit einem Lieblingsbild aufzuhübschen. Und Dinge, die für die eigene Leistung stehen, um sich zu versammeln. “Das kann eine Urkunde oder ein bestimmtes Geschenk als Sinnbild für die eigene Wertigkeit sein”, sagt Karriereberaterin Scheidt. Wer mit seiner Arbeit hadert, der sollte sich seine Stärken vergegenwärtigen, aufschreiben, warum er für das Unternehmen wichtig ist. Wem das schwerfällt, der kann einen guten Freund bitten, das zu tun. Im zweiten Schritt kann man bei der Personalentwicklung oder den Vorgesetzten um neue, herausfordernde Aufgaben bitten. “Das wird nicht immer an einen herangetragen, da muss man selbst aktiv sein”, sagt Brigitte Scheidt.”

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