Was tun, wenn Sie beruflich unter Stress stehen

Sie sind angespannt?
Haben Magenbeschwerden?
Schlafstörungen?
Fürchten sich vor dem nächsten Tag?

Ihr Körper reagiert offensichtlich auf massive Belastungen. Auch wenn Sie mit sich hadern sollten, er stört nicht, sondern Ihr Körper gibt Ihnen wichtige Hinweise. Notieren Sie diese, wie Sie das mit anderen wichtigen Hinweisen auch machen: Wann und wie oft treten diese Symptome auf.

Wenn Sie psychosomatische Reaktionen (nahezu alle Organe wie auch das Herz-Kreislaufsystem können davon betroffen sein) feststellen, dann sollten Sie diese Alarmsignale ernst nehmen. Permanenter Druck im Berufsleben macht uns krank, zumal wenn die Erfolgserlebnisse mehr und mehr ausbleiben und unsere Vorstellungen von Qualität, Sinnhaftigkeit u. ä. immer weniger realisierbar erscheinen. Wenn der Arbeitsplatz sich vor allem durch Kampf und Krieg auszeichnet, geht das ebenfalls nicht spurlos an uns vorüber. Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen? Häufig kommen private Schwierigkeiten hinzu, manchmal können wir gar nicht mehr unterscheiden, was zuerst war (Prinzip Henne und Ei).

Wenn Sie so angestrengt sind, ist zunächst Stabilisierung angesagt. Ihre Batterien müssen wieder aufgeladen werden, bevor Sie Neues in Angriff nehmen können. Sie sollten zunächst Ihre Stressfaktoren ermitteln. Was genau setzt mich so unter psychischen Druck? Wie mache ich mir Druck? Was macht mir z. B. diese Magenschmerzen? Wovor habe ich Angst? Was muss/ sollte anders sein? Was hindert mich nein zu sagen? Weiterhin: Welchen Ausgleich brauche ich? Welche Ressourcen habe ich? Wie viel Auszeit brauche ich? Bei wem finde ich Unterstützung? Mithilfe solcher und ähnlicher Fragen können Sie Ihre Muster herausfinden und ggf. verändern.

Manche finden es hilfreich Bücher zum Thema Umgang mit Stress zu lesen, um sich selbst „auf die Spur zu kommen.“ Darüber hinaus gibt es Entspannungstechniken wie z. B: Yoga, Autogenes Training. Probieren Sie aus, was Ihnen gut tut. Nehmen Sie sich Zeit für sich. Sie haben keine Zeit? Dann machen Sie Verabredungen mit sich selbst. Tragen Sie z.B. Termine dafür in Ihren Terminkalender ein.

Und es kann sein: dies alles ist nicht genug bzw. es fehlt Ihnen bereits der Antrieb oder die Konzentration dazu. Dann spätestens sollten Sie psychologische Beratung ggf. psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen.

Es geht um Ihre Gesundheit, Ihre Lebensqualität. Professionelle Hilfe in einer Krise oder zur Vermeidung von ihr anzunehmen ist klug. Schließlich vertrauen Sie auch auf anderen Gebieten Profis (Denken Sie an Steuern, juristische Fragen, körperlichen Erkrankungen, Autoreparatur) – oder?

Bild von andreas160578 auf Pixabay